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Bordrad geboostert


08.11.2021 | © pt

Lebenshilfe für jenseits des Normalgewichts angesiedelte e-Bike-Fahrer mit mindestens minimal praktischem Geschick



Wenn wir fahren auf dem Wasser haben wir grundsätzlich zwei elektrifizierte Bordräder dabei - farblich streng wertkonservativ zuortbar: Das Rote gehört zu Frau Cornelia, das Blaue, schön anzusehen ist es, zu mir.

So weit - so klar, aber; ein Problem allerdings gibt es. Das rote Rad fährt weiter, deutlich weiter als das blaue. Lange hab' ich nach Erklärungen für dieses Phänomen gesucht, an der Farbgebung kann es eigentlich und physikalisch betrachtet nicht liegen, weitere gravierende Unterschiede gibt es nicht zwischen den e-Bikes. Ein Mysterium also!

Von mir zur Thematik befragte Zeitgenossen verfügten nach meiner Einschätzung allesamt über deutlich mangelhafte Kenntnis technischer Zusammenhänge, wohl aber über ein gerüttelt Maß dreister Boshaftigkeit, führten sie doch den von mir beschriebenen Reichweitenunterschied auf körperliche Differenzen hinsichtlich Größe und Umfang zwischen Frau Cornelia und mir zurück. Infam, eine solch völlig abwegige Interpretation der Physik!

Obwohl ich den Dingen gern auf den Grund gehe, habe ich im frühen Herbst die Suche nach Erklärungen aufgegeben und bin zur Tat geschritten, habe mir einen Zusatzakku für mein Rad gebaut. Er wird auf den Gepäckträger geklickt und lädt zukünftig den werksseitigen Akku mit konstantem Strom permanent nach.

Bordrad
Mein Rad mit neuem Booster-Akku


Untergebracht ist mein Bastelerfolg in einer Geldkassette mittlerer Größe. Das bot sich schon insofern an, als Ruheständler in der Regel keine verschließbaren Geldaufbewahrungskisten größeren Volumens mehr benötigen. Die Kapazität des Speichers habe ich so gewählt, dass ich zukünftig deutlich die dreifache Strecke zurücklegen kann, und insofern Frau Cornelia einiges voraus haben werde.

Akkubehaelter
Das Akkukasterl läßt sich auf den Gepäckträger klicken

Innenansicht Akkubehaelter
Zusätzlich zum 48-Volt-Akku ist eine Regelungselektronik verbaut, die maximal 42 Volt Ladespannung zur Verfügung stellt


Ob das wirklich vernünftig ist, wird sich zeigen. Mit Pech bekomme ich in Zukunft einige Sonderfahrten aufgebrummt oder werde Spähdienste übernehmen müssen - "fahr doch mal eben schauen ob die Strecke passierbar ist", oder so ...

Akku-Pack auf Gepaecktraeger
Der Akku-Pack wird einfach auf den Gepäckträger geklickt


Sei es drum. Der Bastelspaß war die eventuell zusätzlichen Strecken wert. Menschen mit ähnlichen Reichweitenproblemen sei ein Nachbau empfohlen. Und nein, ein zweiter Fahrrad-Akku wäre nicht wesentlich preiswerter gewesen.


P.S.: Eine Bauanleitung kann auch auf freundliche Nachfrage nicht zur Verfügung gestellt werden. Nach Übersendung ausreichender Bestechungsgaben ist der Verfasser gegebenenfalls bereit, die Bezugsquellen der verwendeten Komponenten zu nennen. Er warnt allerdings ernsthaft vor dem Nachbau, weil die notwendige Modifikation des Akkupacks wirklich nicht ungefährlich ist!


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