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Internet auf Yachten

07-02-2020 | © pt

Wir lesen gern die elektrische Zeitung, daddeln auch schon mal. Da kommen so einige Bits und Bytes zu­sam­men. Die Lösung für be­zahl­ba­res Inter­net fand Frau Cor­ne­lia vor run­den zwei Jahren.


Internet auf Booten, einfach und gut

Hafeninternet ist meist grot­ten­schlecht, die mo­bi­len Tarife für Ha­ndys unverschämt teuer. Und der Bedarf an or­dent­licher In­ter­net­ver­sor­gung auf dem Boot ist, zu­min­dest bei uns, be­acht­lich.

Anläßlich einer geplanten Reise vor guten zwei Jahren überlegten wir intensiv: Wie lösen wir das In­ter­net­pro­blem ohne uns gänzlich zu ru­i­nie­ren, im schlim­msten Fall der So­zi­al­führ­sor­ge an­heim­zu­fal­len.

Vodafone Giga Cube
Unsere Blumenvase

Frau Cornelia als unsere In­ter­net­be­auf­trag­te recherchierte in­ten­siv und lan­ge. Am Ende natürlich er­folgreich. Nichts an­de­res war zu er­war­ten gewesen.

Es gäbe da ein Gerät von Vodafone. Ja, ja, Vo­da­fone! Das sei genau das, was wir bräuchten. Günstig in der An­schaf­fung, günstig im Verbrauch und - ich würde es ja sowieso nicht glau­ben: zah­len müsse man niur, wenn man das Gerät auch nut­zte.

"Jo", brummte ich, "Vodafone, das iss ja auch 'nen So­zi­al­ver­ein und wenn es tatsächlich so wäre, das sind die schlimm­sten, die mit 'nem "g" vor dem GmbH""

Nein, sie hätte recht - unbedingt: Das wä­re was, ver­nünf­ti­ger­wei­se aber solle ich doch selbst le­sen. Bit­te­schön!

Was ich tat. Und Frau Cornelia hatte recht. Na­tür­lich recht. Da gibt es also diesen GigaCube, für uns war er von Anfang an "Die Blu­men­va­se". Sie bot, und tut es immer noch, ein Volumen von 50 GB monatlich für ca. € 35,--. Der Preis gilt für normale Menschen, Kunden von Vodafone be­kom­men es noch bil­li­ger, für runde 25,-- Euro näm­lich.

Dazu kam ein Anschaffungspreis von runden € 50,--, aber genau weiß ich das nicht mehr. Alles was ich hier zu Preisen sage, kommt aus meiner mitunter verklärten Erinnerung. Heute aber gibt es ja Möglichkeiten, den Gehalt meiner Aussagen zu über­prüfen - mit ver­gleichs­weise ge­rin­gem Aufwand.

Und das Dollste: Gezahlt wird tat­sächlich nur für Monate, in denen der Apparat genutzt wird. Im Winter also nix. Aber wichtig: Wenn keine Nutzung - unbedingt abschalten! Sonst wählt sich die Vase hin und wieder für Updates ein. Und dann kostet es doch.

Sollte das Volumen tatsächlich mal nicht rei­chen, (im Vertrauen, bei uns kam das schon vor) kann man Pakete nachbuchen. Auch die sind be­zahl­bar, aufs Gigabyte gerechnet aber wohl et­was teu­rer als der Grundpreis.

Verglichen also mit den bei uns im Lande üblicherweise aufgerufenen Mo­bil­funk­prei­sen ist das Ding ein ech­tes Schnäp­pchen. Gra­vie­ren­der Nach­teil: Im Aus­land funk­ti­o­niert es nicht - unter kei­nen Um­stän­den.

Wir kaufen uns dann ersatzweise für immer sehr kleines Geld eine Handykarte mit gigantischem Da­ten­vo­lu­men, egal ob in Däne­mark, Hol­land, Schwe­den oder Polen und stecken die in ein Mobiltelefon oder ein Tablet. Frau Cornelia, die einzig Kundige bei uns in Internetfragen, baut damit ein Hotspot- oder so ähnlich Netz auf. Funk­ti­o­niert auch prima. Wobei: Reichweite und Stör­un­an­fäl­ligkeit des WLANs unserer Blu­men­va­se sind deut­lich besser.

Zur Installation

Die ist denkbar simpel. Gerät aus­packen, einen geeigneten Stand­ort suchen (trocken, nicht zu tief im Schiffsbauch, auf Stahl- und Alu­boo­ten da­rauf achten, dass die Blu­men­va­se nicht abgeschirmt untergebracht wird) und mit Spannung versorgen. Im Lie­fer­um­fang ist ein Netzteil enthalten, das ei­nen 230-Volt-An­schluss not­wen­dig macht.

Genau so gut ist es möglich, die Vase mit 12 Volt Bordspannung zu ver­sor­gen. Entweder schneidet man das Sekundärkabel, jenes also, das vom Netzteil aus in die An­schluss­buch­se am GigCube gesteckt wird, durch und benutzt es als Zuleitung, oder man besorgt sich einen zur Buchse passenden Stecker und stellt so eine Bord­netz­ver­bindung her. In beiden Fällen auf die richtige Polung achten (+ muss innen am Stecker liegen) und natürlich eine Vor­sich­e­rung (so um 1 Amp) in­stal­lie­ren.

Ich brauche nicht darauf hinzuweisen, dass Ar­bei­ten, wie soeben be­schrie­ben, nur von aus­ge­bil­de­tem und stän­dig liebevoll ge­schul­tem, hoch­qualifizierten Fach­per­so­nal durch­ge­führt werden dürfen. Iss eh klar - oder?

Nun also heißt es warten, warten auf Fach­mann oder -frau, heutzutage häufig wo­chen­lang. Oder regelwidrig doch selbst Hand an­le­gen?

Nachdem der Anschluss durch wen auch immer erledigt ist, ver­bin­det man das Gerät mittels beigefügtem LAN-Kabel mit dem Schiffs-PC oder wahlweise einem Lap­top und quält sich durch eine recht einfach gehaltene Installation. Natürlich kann man diese auch im Vorfeld gemütlich Zu­hau­se durchführen. Nach der In­stal­lation ist eine PC-Verbindung nicht mehr zwingend not­wen­dig.

Der Betrieb

Danach steht dem wirklich schnellen In­ter­net­ten nichts mehr im Wege. Als Fre­quenz­bänder stehen sowohl 2,4 GHZ als auch 5 GHZ zur Ver­fü­gung.

Ich versichere, dass die Maschine auch or­dent­lich weit aus der Küste heraus funktioniert. Dieser Umstand macht es möglich auch unterwegs die bei YouTube eingestellten Segelfilmchen der Kollegen zu genießen. Um mir keine Re­gress­for­de­run­gen ein­zu­han­deln, ma­che ich hier besser keine verbindlichen Mei­len­an­ga­ben.

Auf unserem Schiff (ist von Plaste) ist der Em­pfang des WLAN-Signals überall mehr als gut. Auch außerhalb des Bootes trägt der Sen­der etliche Meter.

Wir sind zufrieden. Gäbe es in­zwi­schen Al­ter­na­ti­ven, die auch im Aus­land funk­ti­o­nie­ren - Frau Cornelia wüsste gern davon. Mehr ei­gent­lich gibt es nicht zu sagen. Für weitere In­for­ma­tionen hier ein Link zum An­bie­ter:

Vo­da­fone GigaCube


Und nein, dies ist keine bezahlte Re­cla­me,

darum gibt es doch noch was zu sagen. Denn nicht nur ich habe seeligmachende Ideen. Zum gleichen Thema findest du weitere Anregungen bei (die Links führen direkt zu den entsprechenden Artikeln):


Für ein umfassenderes Bild solltest du mal reinschauen dort. Darüberhinaus lohnt die Lektüre eines Artikels in der "Süddeutschen" zum Thema

in diesem, unserem Lande. Und nun, zum wirklich guten Schluß: Wer sich zum GigaCube umfassend kundig machen möchte, unter anderem auch über die Möglichkeit externe Empfangsantennen anzuschließen informiert werden will, der führt sich noch diese Seite zu Gemüte:

Erfahrungs-Bericht-Gigacube






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