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Diesel - Luftstandheizung

04-2017 | © pt

Eine kleine Zu­satz­stand­hei­zung sol­lte her. Nach ei­ni­ger Re­cher­che stieß ich auf ein in­ter­es­san­tes Ge­rät rus­si­scher Pro­veni­enz, kauf­te es und baute es mit we­nig Auf­wand ein. Ein voller Er­folg!

Heizen mit geringem Invest

Eigentlich heizen wir auf unserer "Ko­hi­noor" mit einem Mikro-BHKW, das ich vor Jah­ren begann, zu ent­wickeln. Leider arbei­tet es noch immer nicht aus­schließ­lich zu­ver­lässig. Hin und wieder gibt es Pannen, die ich nicht au­gen­blick­lich be­sei­tigen kann - oder will.

Das stört dann Frau Cornelia und zu­ge­ge­be­ner­maßen mich auch. Darum hielt ich es für eine gute Idee, vor unserem diesjährigen Urlaub noch eben eine kleine zusätzliche Heizung einzubauen, eine, die ich in das vorhandene System von Warm­luft­schläu­chen intergrieren konnte.

Viel Geld wollte ich nicht aus­geben für die warme Luft, ein ge­brau­ch­tes Schätz­chen aber auch nicht an­schaf­fen. Also suchte ich in­ten­siv und wurde ir­gend­wo im Netz fündig - wahr­schein­lich in einem Forum für Geiz­akro­baten. Genaues dazu weiß ich nicht mehr.

Ein russisches Produkt wurde auf den Seiten hoch­gelobt, es sei preis­wert zu haben, zu­ver­lässig und be­stech­end leise im Betrieb. Zusätz­lich schon seit Jahr­zehn­ten bewährt. Der Her­steller hieße "Planar", wurde kol­por­tiert. Ich suchte nach einem deut­schen Liefer­anten und wurde bald fündig. Es handelte sich um die Firma

tigerexped
38542 Leiferde
www.tigerexped.de,

die sich mit dem Handel von Offroad-Equipment beschäftigt. Ich bestellte und bezahlte das Model

"Planar 2D Diesel-Luftstandheizung"

mit einer Leistung von knapp 2 kW. Mehr Power würde ich nicht brau­chen. Das Ding sollte ja nur im Not­fall arbeiten. Zu­sätz­lich orderte ich noch eine Bord­wand­durch­füh­rung. Mehr wäre nicht vonnöten, hieß es. Alle anderen notwendigen Dinge würden zum Lieferumfang gehören, natürlich auch ein Ab­gas­schall­däm­fer.

Die Lieferung erreichte mich schon nach zwei Tagen, der Inhalt über­rasch­te wirk­lich. Eine un­tade­lige Hei­zung, sauber ver­arbei­tet mit allem not­wen­digen Zube­hör für eben unter € 500,--. Hinzu kamen noch einmal € 69,95 für die gut ge­arbei­tete Bord­wand­durch­füh­rung. Ledig­lich die Steue­rung machte einen wenig re­prä­sen­tativen Ein­druck, war aber so klein, dass sie im Salon kaum auf­fallen würde. Gerät und Steue­rung waren von mir fix in­stal­liert und an­ge­schlos­sen.

Eine kleine Reklamation wurde von den Leu­ten bei "tigerexped" prompt und völ­lig un­büro­kra­tisch erledigt. Die Diesel­pumpe saugte nicht an. Kann ja mal vor­kommen. Die Neue er­reichte mich nach kaum 24 Stunden.

Planar 2D in der Backskiste verbaut
Die Planar-Heizung sehr platzsparend in der Backskiste verbaut. Zugegeben,
mangels ordentlicher Beleuchtung ist sie kaum zu sehen, wohl aber zu ahnen.
Im Vordergrund der mitgelieferte Ansaugschalldämpfer.

Von dem Moment an konnte geheizt werden - ohne jeden Fehler bis zum heu­tigen Tag. Und heute ist genau der 13.01.2019. Zum Ver­brauch: um einen Liter Diesel zu ver­bren­nen, benö­tigt man nahe­zu fünf Stunden Vol­last­betrieb. Oder anders, der Ver­brauch liegt bei 0,24 l/Std in der Spitze. Die Be­die­nung des kleinen Schalt­panels ist etwas ge­wöh­nungs­bedür­ftig, aber er­lern­bar.

Übrigens, es gibt auch Hei­zun­gen mit mehr Leistung bei "ti­ger­ex­ped", ich glaube die nächst­grö­ßere hat 4 kW, für ein Schiff unserer Größe wäre das die bes­sere Wahl. Aber bis knapp über Null außen be­kommen wir's aus­reichend warm. Nur wenn's schnell gehen soll mit dem Auf­heizen - dann wird es eng.

Inzwischen nutzen wir die Heizung in der Über­gangs­zeit häu­figer als gedacht, sie ist leiser als unser BHKW und wenn wir sowieso am Land­strom hängen, be­nöti­gen wir keinen selbst­pro­du­zier­ten Strom und auch kein mit Diesel er­wärm­tes Wasser.

Ein Hinweis noch: Beim Ver­bau­en der Diesel­pumpe, die je nach be­nö­tig­ter Diesel­menge taktet, sollte man große Sorgfalt verwenden und sie unbedingt so gut möglich vom Schiffskörper entkoppeln. Vermutlich aber ist das ein Problem all dieser Die­sel­heiz­ungen, egal wie sie heißen und egal wer sie pro­du­ziert hat.

Dieselpumpe für Planar 2D
Unten im Bild die kleine Dieselpumpe. Zur optimalen Entkopplung vom
Schiffsrumpf wurde sie in dem mitgelieferten Dämpferelement an
einem Lenzschlauch der Plicht verbaut.

Die Nichtbeachtung dieses Tipps führt schnell in den Wahn­sinn, her­vor­ge­ru­fen durch dau­ern­des Klacken der För­der­pumpe, das gna­den­los durch den Schiffs­kör­per va­ga­bun­diert.

Nachtrag: Inzwischen gibt es das Ding auch bei an­de­ren Lie­fe­ran­ten.


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