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Anspruch und Wirklichkeit


20.12.2019 | © pt

Davon, wie es ist, die ei­ge­nen An­sprü­che nicht zu er­fül­len.

Herbst

Ach, ach ach, was hatte ich nicht alles vor mit dieser Seite. Regelmäßig wollte ich Beiträge posten, Rei­se­be­richte ver­fas­sen, über tech­ni­sche Din­ge er­zäh­len. Fotos wollte ich machen - mal wieder einen Film drehen. Und was ist draus geworden?

Nix!

Rein gar nichts. Vor etwa einem Jahr saß ich zuletzt und machte was an diesem Webauftritt. Stellte Häfen ein und bereitete etliches vor für den Sommer. Da wollte ich dann richtig loslegen - von unserer Reise 2019 erzählen, neue Häfen vor­stel­len und so dies und das.

Und dann war alles anders. Gereist sind wir - natürlich. Frau Cornelia und ich. Erlebt haben wir auch etliches. Manches sogar, worüber es sich gelohnt hätte, zu berichten. Aber irgendwie paßte es nicht. Zu warm, zu kalt, zu müde, zu wach. Oder es lockte an­de­res. Wie das so ist.

Stringente Menschen können damit umgehen - funk­ti­onie­ren. Ich nicht. Ich bin sprunghaft. Mach das, was mir gerade Freude bereitet. Oder auch nichts wenn's das ist, was Freude bereitet. Mal so und mal so.

Und weißt du was? Ich darf das! Ich muß niemandem mehr vorspielen, dass ich einer der dolleren Karpfen im Teich bin. Ich habe das rie­sen­große Glück sehr privilegiert zu sein. Dafür bin ich dankbar. Sehr dank­bar!

Früher wurde ich gelebt - heute kann ich leben. Einziger Nachteil: die Span­ne, die bleibt wird kür­zer.

Vermutlich hat die Natur das clever ein­ge­richtet.

Ich mach weiter wie bisher: Plane, verwerfe - schimpfe hin und wieder mit mir. Und ich kann lächeln über meine Un­zu­läng­lich­keit.

Heute, früher nicht so gut.


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