Das_Grauen, April 14, 2021, 18:35

Sie sind mir sympathisch, lieber Peter, auch wenn ich bei dem einem oder anderem Punkt anderer Meinung bin. Aber für ihre Vorhersage, daß Corona weniger Todesopfer fordern würde als die Luftverschmutzung, wird's jetzt eng. Stand heute haben wir leider 79.752 Pandemieopfer zu beklagen, und das trotz der weitreichendsten Gegenmaßnahmen der deutschen Geschichte. Noch ist kein Ende in Sicht, durch Mutanten droht weitere Gefahr. Da ist es eine gute Idee, sich auf dem Boot in Sicherheit zu begeben. Bleiben Sie gesund!

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Hallo Grauen,

den Artikel spar ich mal weg - und leite weiter flapsig ein: Wer wäre ich, wenn nicht auch ich irren könnte - gewaltig sogar. Ebenso, wie wir keine echte Vorstellung von der Anzahl der tatsächlich Infizierten haben, die Dunkelziffer wird erheblich sein, wird inzwischen eine höhere als die von Ihnen genannte Anzahl an Menschen "pandemiebedingt" verstorben sein. Ganz einfach weil sie durch jedes Erfassungsraster gerutscht sind.

Das übrigens mache ich niemandem zum Vorwurf, es ist verzeihlich und normal. Hundertprozentige Sicherheit kann, darf und wird es nie geben.

Vorwürfe mache ich an anderer Stelle in dieser Rubrik meiner Webseite: "Ihr habt's vergeigt Leute", überschrieb ich den Artikel. In einem Nebensatz erwähne ich dort auch von Mutanten ausgehende Gefahren, die auch ich für ernst zu nehmen halte. Allerdings sei hinzugefügt: Ob ich das schreibe - hier oder anderswo, ist bedeutungslos.

Zu Ihrer anderen Meinung: Die ist wichtig, egal ob wir sie gern hören oder nicht - meist tun wir das nicht. Die andere Meinung, und das ist meine feste Überzeugung, ist ein erheblicher Pfeiler der Evolution.

Und nun zu den wirklich wichtigen Dingen; tatsächlich, viel sicherer als auf einem Boot kann es nicht sein, zur Zeit. Nur, sie lassen uns noch nicht. Das aber sehe ich im Moment noch als solidarische Gefangenschaft an und insofern ist es in Ordnung.

Ihre guten Wünsche möchte ich von Herzen zurückgeben!
Peter Thiemt

Karl, Oktober 03, 2020, 12:20

Habe Deinen Artikel erst jetzt gefunden und gelesen, lieber Peter.
Mein grosses Kompliment fuer deine ausgewogenen und selbstkritischen Gedanken zu Covid 19 und die darueber hinausgehenden Erweiterungen.
Nur weiter so!

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Lieber Karl,

so wie Du den Artikel erst spät gefunden hast, hab ich vergessen, Dir für Deinen Kommentar zu danken. Er kommt also spät der Dank. Tschuldigung.

Zur Sache selbst nur kurz: Die Entwicklungen der letzten Monate beobachte ich mit Sorge. Jeder prügelt nach wenig bewährtem Muster auf jeden ein. Das wäre nicht nötig - ist aber wohl sehr menschlich, gleichwohl wenig zielführend - denn, es ist doch viel erreicht worden. Vor einigen Monaten noch für unmöglich gehalten: wir können impfen.

Ein wenig mehr Demut wäre angezeigt.

Die besten Grüße!

Wim, April 06, 2020, 21:54

Das ist schön für mich zu lesen. Ich merke, wie wichtig es Dir ist. Ich nehme teil an Deinem Gedankengang. Es tut gut, von Dir so klar vorgetragen zu bekommen, was Du zu dem denkst, was mich selbst sehr bewegt.
Ich finde, Du hast uns ein schönes Beispiel, einen guten Grund gegeben, die Unterbrechung der Gewohnheiten durch Corona zu nutzen, um neu und weiter zu denken!
Ei, ei, ei - wenn man’s zu einem guten Ende denkt, passt das prima zu Ostern: Die Wiederauferstehung des Mit- und Füreinander!
Ganz ohne Mummenschanz; nur durch Umsicht, Einsicht, durch Vernunft.

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Moin Wim,
auch dir Dank für deine Worte! Und ach, ach, ach, Umsicht, Einsicht, Vernunft sind leider Tugenden, die beim menschlichen Wesen gewöhnlich versteckt angelegt sind – da gibt es ein Erbgut-Problem (Meine Sicht der Dinge).
Sollte ich falsch liegen mit dieser Einschätzung (was wir hoffen wollen) – ja dann wäre der monetäre Preis, den wir zahlen werden, bei weitem nicht zu hoch. Er wäre sogar hochverzinslich und somit gut angelegt.
Herzlich grüßt
Peter

DiBi, April 06, 2020, 02:21

Das Eine wie das Andere ist wichtig! Die selbstgenähten Masken, Danke!, wie auch die Gedanken des Verfassers.
Wichtig ist auch zu beobachten ob die von uns momentan viel gelobten und geschätzten Mitarbeiter der Pflege, Intensivpflege und der Supermärkte wirklich in Zukunft auch weiterhin unsere Anerkennung erhalten und wirklich einen angemessenen Lohn erhalten oder gerät es wieder in Vergessenheit, wenn Corona nicht mehr alles durcheinander bringt.
Denn auch das würde dazu beitragen, dass die Renten dieser, unserer Mitmenschen höher ausfallen und sie nicht von einer (vielleicht jetzt nicht mehr kommenden) Grundrente leben müssten. Auch finde ich, dass die Arbeitgeber im Niedriglohnbereich einen solidarischen Anteil an der Grundrente leisten müssten. Eine Abgabe in die Grundrente.
Und habt ihr schon bemerkt wie schön der Himmel ist, ohne Flugzeuge? Also es geht auch mit weniger Flugverkehr, wie man gerade beobachten kann.
Danke, für die zum Nachdenken anregenden Worte!

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Beste, bester DiBi,
danke für deinen Kommentar, den Dank für die Masken werde ich an Frau Cornelia weitergeben, den anderen nehm' ich für mich selbst und freue mich.
Tatsächlich schauten wir am Sonntag nachmittags in den hellblauen Himmel über Melle – nur ein Flieger malte seinen weißen Streifen in das helle Blau. Ein Zustand, der uns vermutlich nicht allzu lange erhalten bleibt.
Abhängig davon, ob wir als Gesellschaft etwas lernen aus diesem Shut-down, wird es mittelfristig weniger werden – oder eben nicht.
Herzlich grüßt
Peter